Passigmaschine Eigenbau


Mein Ansatz zur Passigmaschine

Wer sich heute aktiv mit dem Passigdrehen beschäftigen will, kommt kaum umhin, eine Passigbank selbst zu bauen. Käufliche Angebote sind recht selten, außerdem teuer bis extrem teuer. 

Viele Passigfans, die z.B. keine Metallwerkstatt im Keller haben, suchen daher nach Wegen, mit möglichst einfachen Mitteln ein Passigmaschinchen zu bauen, z.B. aus Holz. Im Internet finden sich viele Ansätze.

Meinen Ansatz hierzu und die damit erzeugten Arbeiten möchte ich hier vorstellen. Ich verwende eine vorhandene, konventionelle Drechselbank (statt eines eigenständigen Aufbaus mit kippbarer Spindel), dafür mit vorgesetztem Linearschlitten (für die quer- und ggf. längspassig-Bewegung) und einen 3D-Drucker, mit dem die Erstellung aufwändiger Teile möglich ist, die dabei eine für viele Einsätze durchaus ausreichende Festigkeit aufweisen. Weitere Teile, wie Kugellager oder Linearführungen sind billig oder wenigstens erschwinglich.

Meine Passigmaschine ist auf einer Stratos XL aufgebaut. Das Konzept funktioniert auch auf einer anderen Bank, allerdings ist eine gewisse Spitzenhöhe schon sinnvoll, da in der Vertikalen einige Funktionen "gestapelt" werden müssen.

prinzipieller Aufbau

ein Klick auf das jeweilige Bild führt zu den technischen Details des Aufbaus mit Erläuterungen und mit Links auf stl-Dateien

Antrieb

Für Passigarbeiten muss die Spindel deutlich langsamer drehen, als ein Drechselmaschinen-Spindelkopf das kann. Es bedarf somit eines stark untersetzenden Antriebs

Weil es langsam sein darf, kann das durchaus auch von Hand erledigt werden.

motorischer Antrieb mit Getriebe

Spindelkopf

Der Spindelkopf muss modifiziert werden, wenn er motorisch oder mit einer Kurbel angetrieben werden soll; bei Nutzung des Handrades geht's auch ohne Umbau.

Spannfutter mit Schablonen

Das Spannfutter zur Aufnahme des Werkstücks wird mit Schablonen zur Steuerung des Passigtisches bestückt. Diese drehen sich zusammen mit dem Werkstück auf der Spindel

Passigtisch  (Lineartisch)

Der Passigtisch ist in meinem Aufbau ein Lineartisch mit einem fest darauf montierten Taster, der die auszuführende Relativbewegung zum Werkstück von der drehenden Schablone abgreift.

Querpassigtisch

Längspassigtisch

Fräskopfmontage

Auf dem Passigtisch muss ein Fräskopf stabil montiert werden.

Dabei sollen verschiedene Ausrichtungen ermöglicht werden (horizontal, vertikal, evtl. schräg).

Der Fräskopf muss in x- und y-Richtung zum Werkstück positioniert werden können.

Der Fräskopf muss exakt auf Höhe der Spindelachse justiert sein oder relativ dazu justiert werden können.

Ein facettenreiches Thema  ...

technische Erweiterungen

ein Klick auf das jeweilige Bild führt zu den technischen Details des Aufbaus mit Erläuterungen und Links auf Druck-Dateien (stl)

Betrieb mit Zwischenwelle und Getriebe

Formscheibe auf Zwischenwelle mit Getriebe

Skalierungeshebel auf Zwischenwelle mit Spindelschablone

Gewindeschneid-Einrichtung